Alle Artikel in: Ziele

nicht vom Tourismus abhängige Arbeitsplätze

Schaffung von Arbeitsplätzen, die unabhängig vom Tourismus sind

Die Mehrheit der Sylter lebt vom Tourismus. Und mittlerweile ist die Insel an einem Punkt angelangt, an dem man feststellen muss, dass dieser Tourismus ohne die Sylter womöglich nicht lebensfähig sein wird. Wenn die Insel weiter bebaut wird, Ferien- und Zweitwohnungen ungebremst entstehen und für astronomische Summen angeboten werden, wird der Verdrängungsprozess der Einwohner immer schneller voranschreiten. Die Abhängigkeit der Insel vom Tourismus liegt bei fast 100%. Es ist an der Zeit –auch in Anbetracht der sich verändernden Lebensbedingungen- über Strukturveränderungen nachzudenken, die weniger abhängig vom Tourismus sind. » zurück zu Ziele … gibt es viele

Landschaftspflege © Hans Jessel

Landschaftserhalt

Die Insel steht in weiten Bereichen (glücklicherweise) unter Schutz. Bei genauerer Betrachtung ist dieser Schutzstatus jedoch gefährdet. Wir können uns bei Merret (leider) nicht auch noch um den insularen Naturschutz kümmern, aber wir möchten die Natur- und Umweltverbände der Insel Sylt in ihrer Arbeit unterstützen. Darüber hinaus findet Landschaftsverbrauch schleichend auch in innerörtlichen Bereichen statt. Gärten, die eingeebnet werden, weil größere Baufenster genehmigt werden. Straßen, die verbreitert werden und Parkplätze, die vergrößert werden. Flächen, die Biotopschutzstatus genießen, dürfen bebaut werden. Solch eine zerstörerische Planung wird in Tinnum von der Politik vorangetrieben, wo für den Bau einer neuen Feuerwache nicht nur Naturschutzregeln sondern auch Denkmalschutzbelange mißachtet werden. » zurück zu Ziele … gibt es viele

Verkehrskonzept für Sylt © Hans Jessel

Verkehrskonzept

Sylt versinkt im Individualverkehr  und leidet massiv unter der schlechten Bahninfrastruktur. Die in naher Zukunft geplante Elektrifizierung und Zweigleisigkeit der Strecke nach Sylt wird begrüßt, darf jedoch nicht ohne gleichzeitige Bemühung erfolgen – gesetzlich der Personenbeförderung dringenden Vorrang vor Auto- und Güterbeförderung einzuräumen! Die Zweigleisigkeit kommt bei derzeitiger Gesetzeslage dem Bau eines „Zweiten Dammes“ gleich, der auf der Strecke eine engere Vertaktung und eine noch höhere Vergabe von Autozugtrassen befürchten lässt. Dem Personenverkehr muss Vorrang eingeräumt werden. Nur so wird in Zukunft die Beförderung der fünftausend Pendler gewährleistet. Es muss alles getan werden, um Urlauber möglichst schon in ihrem Heimatort davon zu überzeugen, dass sie das Auto daheim lassen können.  Beides ist sowohl Voraussetzung für die Funktionalität der wirtschaftlichen Struktur als auch ein wesentlicher Schritt zum nachhaltigen Transportwesen der Zukunft durch Optimierung der Anreisequalität mit der Bahn. Sylt hat schon jetzt keine Lösung mehr für die ungebremste Zunahme des fließenden und ruhenden Verkehrs. Mehr Gleis schafft noch mehr Autos auf die Insel. Nötig ist die Erarbeitung eines konkret umsetzbaren, insularen Mobilitätskonzeptes mit innovativem, zukunftsweisendem Charakter …

nachhaltiger Tourismus auf Sylt © Hans Jessel

Nachhaltiger Tourismus

Tourismus ist selten nachhaltig. Aber es gibt Möglichkeiten, Urlaub und Reisen so zu gestalten, dass ein positiver Einfluss auf Umwelt, lokale Bevölkerung und lokale, ökonomische Wertschöpfung entsteht. Zentral ist dabei der Gedanke, dass ein Ort und seine Natur auch für zukünftige Generationen geschützt und nicht zerstört wird. Nachhaltiger Tourismus sollte so gestaltet sein, dass die lokale Kultur erhalten oder sogar gefördert wird und ein kultureller Austausch entsteht. Mit dem Schwerpunkt des Landes Schleswig Holstein auf Wirtschaftsförderung und dem SH Tourismuskonzept 30 – 30 – 3 (30% Zuwachs beim touristischen Bruttoumsatz, 30 Millionen gwerbliche übernachtungen, Top 3 Bundesland bei der Gästezufriedenheit von Deutschlandurlaubern  (Tourismustrategie Schleswig-Holstein 2025), sorgt das Wirtschafts-, Umwelt- und  Innenministerium dafür, dass mit geballter Kraft und wenig nachhaltig auf der Insel investiert wird. Doch Sylt ist nicht mit dem Regionen des strukturschwachen Festlandes zu vergleichen. So führt das Investment auf unserer Insel immer mehr dazu, dass sich der Sozialkollaps durch Verdrängung von Einheimischen und der Infrastrukturzusammenbruch durch Massentourismus weiter beschleunigt. Wir brauchen nicht mehr Tourismus, sondern mehr sozialverträglichen Tourismus, der der Nachhaltigkeitsmaxime folgt. » …

Dauerwohnraum auf Sylt schaffen! © Hans Jessel

Dauerwohnraum

Um das Sichern des Dauerwohnraumes zu kontrollieren, braucht es geeignetere gesetzliche Instrumente der Planungshoheit, die auch zwingend kommunale Anwendung finden müssen. Die Gemeinden brauchen umfangreichere Befugnisse, um in Gebieten mit Wohnraummangel besser und schneller auf die Vernichtung von Dauerwohnraum reagieren zu können. Zudem muss überlegt werden, wie sich die Umwandlung von Ferienwohnungen in Dauerwohnraum in Zukunft planerisch fördern, finanziell anreizen oder gesetzlich erleichtern lässt. Seit den 70er Jahren gibt es für die Insel Sylt Rahmenverträge, Begrenzungsabkommen, Handlungsziele, Wohn- und Tourismusentwicklungskonzepte, etc. alleine: Es hält sich niemand daran! Den z.Bsp. im Regionalplan V von 2002 getroffenen Vereinbarungen zum Stopp von Ferienwohnungsbau, ist auf Sylt nie nennenswertes politisches Handeln gefolgt, und das Land  lässt es an der spätestens im Insularen Entwicklungskonzept, hier WEK  empfohlenen Kontrolle fehlen. Stattdessen befinden wir uns in einer fortwährenden Ausnahmegenehmigungs- oder Unterlassungspolitik von Kommunen, Land und Bund, die Jahr um Jahr neue Großprojekte auf der Insel entstehen lässt. Der neueste vom Land erarbeitete Raumordnungsvertrag (ROV)  (mit Anlagen: Anlage 1 und Anlage 2 – Achtung: ca. 25 MB) ist der falsche Ansatz, denn er …

Bürgerbeteiligung Sylt

Bürgerbeteiligung

In der Schleswig-Holsteinischen Gemeindeordnung ist das Recht auf Bürgerbeteiligung schwach definiert. Die Möglichkeit von Bürgerbegehren ist im Bauplanungsverfahren sehr viel stärker eingeschränkt als in anderen Bundesländen. Damit fehlt ein Kontroll- und Regulationsrecht der BürgerInnen für politische Entwicklungsentscheidungen. Auf Sylt ist sehr gut zu beobachten, wie damit die Akzeptanz bei der Bevölkerung für politische Entscheidungen und ihre Auswirkungen sinkt. Die Sylter sind die Säule der Infrastruktur, ihre Schultern tragen jedes neue Vorhaben. Die Bürger müssen bei zukünftigen Planungen stärker befragt und einbezogen werden. Einwohnerversammlungen sind auf Sylt häufig Informationsveranstaltungen. Aber sie sind ein Baustein für den wichtigen Dialog zwischen Bürgern und Politikern. Fordert sie ein! Geht hin! Zeigt unseren politischen Vertretern, dass wir ihre Arbeit ernst nehmen und sie darin unterstützen möchten, bürgernahe Entscheidungen zu treffen.Hier ein Video von unserem ersten Treffen mit „Mehr Demokratie“ auf Sylt :  Hier klicken, um den Inhalt von www.youtube-nocookie.com anzuzeigen Inhalt von www.youtube-nocookie.com immer anzeigen » zurück zu Ziele … gibt es viele