Alle Artikel mit dem Schlagwort: Featured

Auf Sylt brennt es an allen Ecken und Enden.

Auf der Vorstellung des Gutachtens der Firma Cima Beratung + Management GmbH aus Lübeck durch Herrn Mantik am 3. Mai im Schulzentrum von Westerland fehlte es nicht an deutlichen Worten. Sylt wird um ein Beherberungskonzept gar nicht mehr herumkommen, wenn man das Leben auf dieser Insel erhalten will und den Ausverkauf stoppen. Es reicht einfach. Will man dem Bauboom und rasanten Ausverkauf der Insel überhaupt etwas entgegensetzen, gibt es keine Alternative zu diesem Konzept, machte Mantik klar. Er habe mit seinem Büro schon Baden Baden, Heidelberg und Neuschwanstein beraten. Orte, die durchaus vergleichbare Premiumdestinationen wie Sylt wären, aber nirgendwo sei ihm einer Situation wie auf dieser Insel vorgekommen. Es gäbe keine Entwicklungsräume mehr auf der Insel. Egal in welches touristische Segment man schaue, Sylt habe alles in reichlichem Maße – und das flächendeckend. Wenn in der Gemeinde Sylt 7.500 Ferien- und Nebenwohnsitze rd. 11.000 Dauerwohnungen für Sylter entgegenstehen ist das ein eklatantes Missverhältnis. Die bisherige Sylter Methode, eine Dauerwohnung durch drei Ferienwohnungen zu finanzieren, ist einfach kein zukunftsorientiertes Modell. Es muss der sofortige Stopp des …

Dauerwohnraum auf Sylt schaffen! © Hans Jessel

Unabhängiges Gutachten bestätigt Merrets Bedenken

Jetzt Schwarz auf Weiß: Ferienwohnungen erdrosseln das Inselleben auf Sylt Seriöses Gutachten mit erschreckenden Ergebnissen. Bauausschuss lädt Bürger und Bürgerinnen für kommenden Dienstag ins Schulzentrum Sylt ein. 19:30 Uhr. „Die Menge des zweckentfremdeten Wohnraums ist bereits heute viel zu hoch und alle Teillagen der Gemeinde sind von den Effekten betroffen, es wird höchste Zeit offensiver gegenzusteuern.“ Das ist – zusammengefasst in einen Satz – das Ergebnis einer umfangreichen Studie, die von der Gemeinde Sylt in Auftrag gegeben worden war und kommenden Dienstag im Schulzentrum diskutiert wird. „Die Wirkung gefährdet in einigen Lagen bereits die Aufrechterhaltung des Ortsteillebens, da immer weniger Dauerbevölkerung bspw. für das Ehrenamt, soziale Einrichtungen oder auch als Arbeitskraft zur Verfügung stehen.“ Wer die 117 Seiten dieses Gutachtens liest, bekommt ein realistisches Bild, in welcher bedrohlichen Schieflage sich die Insel Sylt bereits befindet. Merret zitiert wichtige Passagen aus dem Gutachten. +++ Ausufernde Bautätigkeit +++ „Die Gemeinde Sylt verzeichnet seit dem Jahr 2011 eine eher stagnierende Bevölkerungszahl. Am 31.12.2020 lebten 13.818 mit Hauptwohnsitz in der Gemeinde Sylt (Statistik Nord 2021). Das entspricht gegenüber dem …

Bürgerbeteiligung

Kein Bürgerrat für Sylt – klares Votum der Gemeindevertretung 

In der Gemeinde Sylt wird es auf absehbare Zeit keinen Bürgerrat geben. Eine überwältigende Mehrheit in der Gemeindevertretung erteilte dem Konzept für mehr Bürgerbeteiligung eine klare Absage. Mit 17 Nein-Stimmen, bei nur 7 Ja-Stimmen (und keiner Enthaltung) machten die Kommunalpolitiker*innen kurzen Prozess. CDU, SPD, SWG und Insulaner waren sich einig: Die Bürgerfragestunde und die Ortsbeiräte reichten als Instrumente aus, um die Sylter*innen angemessen in den politischen Prozessen zu berücksichtigen. Die Grünen, der SSW und die Partei Zukunft hingegen sahen Bedarf für einen repräsentativen Bürgerrat nach Losverfahren und stimmten dafür. Zu wenige. Das Bürgernetzwerk „Merret reicht’s – aus Liebe zu Sylt“ zeigte sich enttäuscht. Gründerin Birte Wieda aus Keitum: „Es bleibt ein großes Rätsel, wie wir hier auf Sylt überhaupt noch zu Antworten in den ganz großen Fragen der Zukunft in Bezug auf Tourismus, Klimaneutralität, Ausverkauf, Dauerwohnraum und Verkehrskollaps kommen wollen.“ Mit dieser Absage an einen Bürgerrat habe Sylt eine große Chance verpasst, zumal die Finanzierungszusage und personelle Ausstattung des Projektes bereits da war. „Es liegt kein Mehltau auf der Sylter Kommunalpolitik, sondern Beton.“ Gleichzeitig bedankte …

UN ruft Jahrzehnt für die Meere aus- Sylt macht mit!

Merret weist immer wieder darauf hin, dass unsere Insel mit ihren Dörfern und Bewohnern durch Profitgier und schädliche Projekte gefährdet ist.  Aber was wäre Sylt ohne ein gesundes, ökologisch intaktes Meer? Daß Öl, Plastikvermüllung, Fischerei und ähnliche Nutzungen die Nordsee gefährden ist nicht neu. Mit dem Klimawandel und den geplanten Massnahmen zur Energiewende kommen aber ganz neue Gefahren auf uns zu: Deutliche Meereserwärmung, Meeresspiegelanstieg, Artenverschiebung, massiver Ausbau von Offshore-Industrie… Deshalb unterstützt Merret in diesen Tagen ein Projekt der Vereinten Nationen (UN): Am 9. März kann man online eine Konferenz verfolgen, in der sich Wissenschaftler über den Zustand unserer Weltmeere austauschen. Mit dabei Prof Dr. Karin Wiltshire vom AWI in List und Dennis Schaper von der Schutzstation Wattenmeer in Hörnum.(Programm unter diesem Link ) Dazu wird ein Film gezeigt, mit dem sich  Sylter Institutionen einbringen, um Hoffnung zu machen und zu zeigen, dass jeder sich für den Schutz des Meeres einsetzen kann. Er ist ab dem 9. März unter diesem Link zu finden:  

Merret hat immer Feuer- auch wenn die Biike nicht brennen darf

„Biike 2022 durfte nicht stattfinden, aber unser Engagement findet weiterhin statt und an unserem Biikesong (link) kann man sich immer wieder wärmen: klick hier: Song & Video-Link Wir lassen uns nicht unterkriegen. Von keinem Sturm, keiner Pandemie, keiner Entscheidungsverschieberitis, keinem Ausverkauf, keinem Leerstand, keinem Fachkräftemangel, keiner Wohnungsnot. Wir sind noch hier und wir sind noch nicht fertig. Die nächste Biike kommt und dann stehen wir zusammen am Feuer, lassen uns Löcher in die ollen Jacken brennen, weil ein paar Leute wieder zu doof sind, um ihre Fackel anständig zu halten und werden uns Geschichten erzählen, von den schönen Dingen, die uns auf dieser einzigartigen Insel zusammenschweißen. Die Dinge, für die es sich lohnt – trotz allem- hier zu bleiben und dafür seine Stimme zu erheben und zu kämpfen. In diesem Sinne “ leuchten wir mit dem Biikefeuer, das in unseren Herzen brennt“, wir schicken Licht und Wärme zu euch, den Duft von Grünkohl und angesengten Tannenbäumen. Wir wollen mit Euch Lachen und die Insel gemeinsam zu unserem Lieblingsort machen. Darauf freuen wir uns!“ Eure Merrets

Zu früh gefreut – digitale Sitzungen auf Sylt erschweren Bürgerbeteiligung

Es ist kaum zu glauben – nachdem Corona seit zwei Jahren viele Bereiche des Lebens lahmlegt, haben sich die politischen VertreterInnen der Gemeinde Sylt endlich dazu durchringen können, digitale Sitzungen durchzuführen. Bis es so weit ist, wird es noch ein wenig dauern, weil die Kommunalaufsicht des Kreises die Änderungen in der Hauptsatzung genehmigen muss. Aber egal, es wird sicher keine weiteren zwei Jahre dauern… Dieser Schritt in die richtige Richtung ist zugleich ein Schritt in weniger Demokratie: „Es wird auch in den digitalen Sitzungen definitiv eine Bürgerbeteiligung geben. Dazu müssten bis zwei Tage vor der Sitzung die Fragen eingereicht werden, ehe sie dann im Gremium besprochen werden“, erklärte Bürgervorsteher Frank Zahel (CDU) Wie bitte?? Der Bürger sitzt zu Hause vor seinem Bildschirm und darf die Frage nicht selbst vortragen? Und es gibt keine Möglichkeit der Rückfrage? D.h. es gibt auch nicht mehr die Möglichkeit zum Ende der Sitzung in der zweiten Bürgerfragestunde Fragen zu Sitzungsinhalten zu stellen? Liebe Kommunalaufsicht, bitte prüft gründlich und schickt den Entwurf zur Nachbesserung an die Gemeinde zurück.

Merret startet in 2022 durch! 

Das Jahr ist noch jung. Die guten Vorsätze sind noch frisch. Und das Bürgernetzwerk „Merret reicht’s – aus Liebe zu Sylt“ geht ins dritte Jahr. Wir haben neue Kräfte gesammelt. Wir setzen unsere erfolgreiche Arbeit fort, die krassen Fehlentwicklungen auf unserer Heimatinsel zu stoppen oder wenigstens zu bremsen. Es ist kein „Marsch durch die Institutionen“, es ähnelt eher dem Kurshalten auf stürmischer See. Zu stark und vielfältig sind die Gemeinschaft zersetzenden Kräfte, zu viel Geld ist im Spiel, zu undurchdringlich sind Zwist und gleichzeitig die Verbindungen zwischen Kapital, Politik und Verwaltung. Zu lange läuft schon der Ausverkauf. Trotzdem macht „Merret“ weiter. Manchmal kommt es einem vor wie ein Kampf gegen Windmühlenflügel, aber was ist die Alternative? Alles sehend und wissend einfach weiterlaufen lassen? Unsere Insel aufgeben? Mitschwimmen, bis wir dann doch ertrinken? Wer sind die „Merrets“ eigentlich? Zum größten Teil sind es Sylterinnen und Sylter, die schon lange auf der Insel leben, manche seit Generationen. Alle sind gut vernetzt und Teil der insularen Gemeinschaft, viele besitzen Eigentum. Zuspruch erfährt „Merret“ von allen Seiten auch von unseren Gästen und anderen Regionen mit ähnlichen Sorgen. Manche unterstützen still, …

Merret präsentierte: Rahmenplan der Städtebau-AG der TU Berlin in Westerland

Studenten der TU Berlin erarbeiteten Visionen für Westerlands Innenstadt Am Freitag, den 22. Oktober 2021, lud die Bürgerinitiative „Merret reicht’s – Aus Liebe zu Sylt“ zur Vorstellung des „Städtebaulichen Rahmenplans für die Innenstadt Westerlands“ ein. Eine Arbeitsgruppe der Technischen Universität Berlin (TU Berlin) hat den Rahmenplan unter Leitung von Roland Schröder erarbeitet. Nun wurde der Rahmenplan erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt, per Zoom-Videokonferenz und in einer zeitgleichen Hybridveranstaltung mit anschließender Diskussion. Die Veranstaltung fand reges Interesse. Online verfolgten ca. 35 Teilnehmer*innen die Präsentation. Im vollbesetzten Seminarraum in der Alten Post versammelten sich noch einmal ebenso viele Interessierte unter 3G-Bedingungen.  Die Studierenden der TU Berlin beschäftigten sich im Rahmen ihres Masterstudiums am Institut für Stadt- und Regionalplanung der TU Berlin mit der Innenstadt Westerlands. Zweimal besuchten die Studierenden im Frühjahr 2021 die Insel und führten dabei Expert*innen-Interviews, zum Beispiel mit Bürgermeister Nikolas Häckel oder der Lebenshilfe. Darüber hinaus boten die Studierenden Stadtspaziergänge an, um mehr über die Bedürfnisse der Inselbewohner*innen zu erfahren. Etwa 50 Bürger*innen nahmen dieses Angebot wahr. Und 355 Teilnehmer*innen beteiligten sich an einer Online-Umfrage. …

Merret gibt Impulse!

Die Innenstadt von Westerland empfinden viele als nicht mehr zeitgemäss und zu wenig BürgerInnen-orientiert. Nun stehen Fördermittel des Landes für Innenstadt-Attraktivierung zur Verfügung. Leider ist bislang die Stadtverwaltung nicht in die Pötte gekommen, die Mittel mit guten Ideen zu beantragen. Deshalb legt Merret jetzt ein Impulspapier vor: Die Weiterentwicklung und Modernisierung der Westerländer Innenstadt sieht „Merret reicht’s – Aus Liebe zu Sylt“ als ein sehr wichtiges Thema an. Ein Funktionieren dieses urbanen Raumes ist nicht nur die Grundlage für das wichtige Standbein der Insel, den Tourismus. Es ist auch essenziell, damit Westerland seine Funktion als Zentrum erfüllen kann. Vor allen Dingen trägt eine lebendige Innenstadt zur Identifikation der Bewohner der größten Gemeinde der Insel mit ihrem Lebensraum bei. Vor diesem Hintergrund sieht „Merret reicht’s – Aus Liebe zu Sylt“ den Impuls der SMG, diesbezüglich einen kooperativen Prozess anzustoßen, als sehr wertvoll an. Dieser Prozess sollte schnellstmöglich in Gang kommen. Das Bürgernetzwerk ist gerne bereit, hier seinen Beitrag zu leisten und freut sich auf eine Zusammenarbeit mit allen Akteuren. Dieser gemeinschaftliche Prozess braucht Zeit. Zeit, die …