Tourismus Strategie im Kasten?
Der Beteiligungsprozess zur neuen Sylter Tourismusstrategie ist abgeschlossen. 35 Formate, Ortsgruppen, Fokusgruppen, Lenkungskreis und eine Zufallsbürgergruppe. Viel Aufwand. Viel Gespräch. Viel Hoffnung. Und? Jetzt wird sich zeigen, ob Sylt aus diesem Prozess mehr macht als eine hübsche Dokumentation. Die Ergebnisse sind in Teilen bemerkenswert klar. Der Tourismus soll sich künftig an der Tragfähigkeit der Insel orientieren. Doch wie definiert sich „Tragfähigkeit“? Die Zahl der Gästebetten soll nicht einfach weiter erhöht werden. Es braucht bessere Daten zu Gästezahlen, Zweitwohnsitzen und Dauerwohnungen, forderten die Beteiligten in vielen Gruppen. Bezahlbarer Wohnraum, funktionierende Mobilität, Schutz von Natur und Landschaft, Arbeitsbedingungen und soziale Infrastruktur gehören nicht an den Rand der Strategie. Sie gehören ins Zentrum. Genau darum geht es seit Jahren. Sylt kann Tourismus nicht länger so behandeln, als sei er nur eine Frage von Marketing, Übernachtungen und Auslastung. Auf dieser Insel hängt alles zusammen: Wohnen, Arbeiten, Verkehr, Natur, Dörfer, Nachbarschaft, Schule, Pflege, Handwerk, Gastronomie, Einzelhandel. Wer Tourismusstrategie sagt, muss Inselstrategie meinen. Besonders erfreulich war, dass mit der Zufallsbürgergruppe erstmals ein Format ernsthaft angewandt wurde, das Merret reicht’s – Aus …









