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Bürgerbeteiligung Sylt

Jamaika-Koalition will Bürgerrechte im Land einschränken- „Merret reicht’s“ wehrt sich.

„Merret reicht’s“  wehrt sich gegen die Beschneidung demokratischer Rechte

So nicht!

Die Landesregierung SH plant per Gesetz die Gemeindeordnung derart zu verändern, dass sich die Beteiligungsmöglichkeiten der Bürger:innen drastisch verschlechtern würden – mit verheerenden Wirkung vor allem  für das Baurecht, den Natur- und Klimaschutz. Das Bürgernetzwerk „Merret reicht’s“ hat mit 40 anderen Verbänden und Institutionen aus Schleswig-Holstein die Möglichkeit wahrgenommen, gegen den Gesetzesentwurf  individuell Stellung zu beziehen. 

Schon im Dezember hatte ein Bündnis von Schleswig-Holsteiner Institutionen sich in einem Offenen Brief gegen die geplante Gesetzesänderung gewehrt. Das zeigte Wirkung: Der Innen- und Rechtsausschuss der Landesregierung plant jetzt eine Anhörung und hatte die Institutionen aufgefordert, ihre Bedenken zu formulieren. Der nächste Streich wird sein, dass „Merret reicht’s“ und die anderen Institutionen um eine persönliche Einladung zur Anhörung ersuchen werden.

 Im Zentrum der Kritik an dem Gesetzentwurf steht, dass das Instrument Bürgerbegehren in Zukunft erschwert bzw. unmöglich gemacht wird. Außerdem soll die Präsenz kleiner Parteien in kommunalpolitischen Gremien eingeschränkt werden.

Nach den Plänen der Landesregierung sollen Bürgerbegehren bei Beschlüssen der kommunalen Selbstverwaltung künftig untersagt werden, sofern sie mit Zweidrittelmehrheit gefasst wurden. Dies ist jedoch gerade in den kleineren Gemeinden die Regel und würde die allermeisten Begehren formal verhindern. 

„Bürgerbegehren sind die Lösung für Interessenskonflikte und nicht das Problem. Im Durchschnitt werden nur 22 Begehren in Schleswig-Holstein pro Jahr eingereicht, von denen wiederum mehr als die Hälfte vorab beendet werden, weil ein Konsens zwischen Initiator:innen und Gemeinde- bzw. Stadtrat erzielt werden konnte. Das heißt, es kommt regelmäßig zu einem Dialog und die Zufriedenheit der Bürger:innen mit der Gemeindepolitik verbessert sich“, meint dazu Claudia Nierth vom  bundesweiten Verein „Mehr Demokratie“, mit dem „Merret“ in engem Austausch steht und die den Protest gegen die Einschränkung demokratischer Rechte in Schleswig-Holstein unterstützt.

Das Gesetz sieht zudem vor, dass die zu sammelnden Unterschriften gegen Gemeinderatsbeschlüsse innerhalb von drei – anstatt wie bisher sechs – Monaten zusammengetragen werden müssen. Dies führt zusammen mit dem zukünftig höheren Unterschriftenanteil und der verpflichtenden kommunalen Kostenprüfung vorab zu einer kaum zu bewältigenden Erschwernis. Außerdem soll eine Sperrfirst von drei Jahren eingeführt werden, in der kein erneutes Bürgerbegehren zu gleichen Sachverhalt durchgeführt werden darf. Dies steht im absoluten Missverhältnis dazu, dass die Gemeinde- oder Stadtvertretung ein Bürgerbegehren nach nur zwei Jahren mit einfacher Mehrheit kippen kann. 

Bürgerbegehren könnten in den Kommunen zukünftig also weitgehend verhindert werden. Da viele dieser Verfahren in der Vergangenheit klimaschutz- und flächenverbrauchsrelevante Themen betrafen, wäre diese Entscheidung von besonderer Brisanz. Auch der Kreistag Nordfriesland hat sich mit den Stimmen von SPD, Grünen, SSW, FDP und der Wählergemeinschaft Zukunft als erste Kommunalvertretung gegen das Gesetz ausgesprochen.

Das Bündnis fordert die Regierungsfraktionen daher auf, ihren Gesetzentwurf zurückzuziehen oder weitgehend neu zu formulieren, um Bürger:innen in Schleswig-Holstein auch weiterhin zu ermöglichen, ihre Beteiligung an demokratischen Prozessen wahrzunehmen. Falls dies nicht geschieht, erwägt das Bündnis eine Volksinitiative zu starten.

Stellungnahme zum geplanten Gesetz von Merret: PDF downloaden

Offenen Brief dazu von  BürgerInnen und Parteien in SH: PDF downloaden

370- jähriges Friesenhaus fiel List zum Opfer- Einwohner und Gäste entrüstet!

Das Opfer: Alter Gasthof List, Zeichnung Aereboe, 1912, vom Investor widerrechtlich abgerissen am 30.12.2022

 

08.01.2022 Öffentliche Trauerkundgebung am Alten Gasthof in List
Fotos: G. Supanz

Handeln – jetzt!

Was für ein Start ins Jahr 2023!
Skrupellose Zerstörung von Sylter Kulturgut mit (und in) List und Tücke durch einen Investor kurz vor dem Beschautermin des Denkmalamtes. Eine bewegende Trauerfeier, ein irritierender Jahresempfang, Fassungslosigkeit, mutige Worte, falsche Anschuldigungen, Grabenkriege…. Doch fangen wir von vorne an.

 Wenn sich auf Sylt an einem Sonntagnachmittag weit über 500 Menschen aller Couleur nach List begeben, um ihre Empörung, Trauer und Fassungslosigkeit zu bekunden, dann muss der sprichwörtliche Baum brennen. Oder eben – wie in diesem Fall – zur Jahreswende ein Haus ohne Genehmigung abgerissen worden sein, das Jahrhunderte lang Stürmen und Unbill getrotzt hat, das Zuhause, Treffpunkt und Wirkungsstätte für so Viele war und das List Seele, bauliche Schönheit und Identität beschert hat wie nur eine Handvoll anderer Gebäude im Ort.

Ohne Frage: Alle Beteiligten fanden über Parteigrenzen und mögliche Interessenlagen hinweg – deutliche Worte, um ihrem Entsetzen Ausdruck zu verleihen. Auch die Flut der Berichterstattung auf allen Kanälen, die Kommentare, Social-Media-Posts und Leserbriefe von Sylter:innen und Gästen, und die Aufgeregtheit rund um den Lister Neujahrsempfang machen die Brisanz dieses Ereignisses und hoffentlich auch eine neue Entschiedenheit deutlich: Die Zeit der Lippenbekenntnisse, des dumpfen Zusehens, des Weglächelns und Schönredens muss ein Ende haben.

Fakt ist: Sylt steckt in einer tiefen Krise – das wüste Grundstück an der Lister Alten Dorfstraße ist das perfekte Bild für diesen Zustand. Es ist eine Krise, die viele Gesichter hat und keine einfachen Lösungen kennt. Will man Sylt tiefgreifend vor Seelenlosigkeit, Profitgier und Ausverkauf bewahren, müssen jetzt alle, die die Insel lieben, ihren Popo vom Sofa bekommen, sich informieren, knietief in Themen einarbeiten, Sitzungen besuchen, Fragen stellen, sich politisch oder außerparlamentarisch (bei den Merrets oder woanders) engagieren, mitgestalten, mindestens aber im Mai wählen gehen. Das „Drama von List“ lückenlos aufzuklären oder endlich das „Beherbergungsgutachten“ auf den Weg zu bringen, sind Entscheidungen, die jetzt sofort getroffen werden müssen.

Wir, die Merrets, sind ungemütlich für die gewählten Vertreter:innen und werden daher oft als schamlose Störenfriede diskreditiert. Das liegt in der Natur der Sache. Während wir außerhalb der Insel gerne als Retter:innen gelten, was ebenso übertrieben ist, kämpfen wir hier mit Vorurteilen und Feindbildern. Rund um den Neujahrsempfang in List und die Bürgerversammlung in Wenningstedt wurde das besonders deutlich. Es kursierten sogar Gerüchte, wir würden die Veranstaltungen sprengen wollen. Nichts liegt uns ferner. Das ist nicht unser Stil. Wohl aber wollen wir anstrengend, beharrlich  und präsent sein, Fragen stellen und unsere Meinung kund tun, diskutieren, zu neuen Lösungen inspirieren. Aber auf Grabenkriege und Feindbilder lassen wir uns nicht ein.

Wer als Kommunalpolitiker nicht in die Diskussion einsteigt, keine andere Haltung hören will, allergisch auf kritische Bürger:innen und insbesondere auf uns als Bürgernetzwerk reagiert, hat Demokratie nicht verstanden.

Wir bei Merret engagieren uns wie die Ortsparlamentarier ehrenamtlich, sind nicht unfehlbar, tragen Verantwortung und lassen uns an unseren Taten messen. Als Bürger:innen haben wir die Pflicht, die gewählten Vertreter:innen zu erkennen und abzuwählen, deren Motivation Eigennutz und Machtmissbrauch ist. 

Und ja, zurück zum Anfang: Wir, die Merrets, werden alles dafür tun, was in unserer Macht liegt, dass Sylter Kulturgut nie wieder ruchlos abgerissen werden kann und dass der Kurswechsel für eine liebens- und lebenswerte Insel Wirklichkeit werden kann.

Aus Liebe zu Sylt.
Eure Merret

Merret blickt zurück auf 2022

Das Jahr 2022 war für das Bürgernetzwerk ereignis- und so erfolgreich, dass wir 2023 hoch motiviert weiterwirken werden. In der Tradition eines kleinen Jahresrückblicks haben wir für alle unsere Mitstreiter:innen, für unsere Sympathisant:innen und auch für die, die uns blöd finden, zusammengetragen, was wir im ausklingenden Jahr erreicht haben und auch das, was nicht gelungen ist.

🧜‍Wichtigstes Projekt 2022:

Das Beherbergungskonzept. Es ist fast gelungen, den von Gutachterhand entwickelten Kurswechsel für Sylt, Wirklichkeit werden zu lassen. Aufmerksamkeit und Bewusstsein in die Öffentlichkeit war unser Ziel. Jetzt darf bloß die Kommunalpolitik nicht im letzten Moment schwächeln…. 

🧜‍Event mit Nebenwirkung

Auf Einladung von „Merret reicht‘s“ kam im August Wirtschafts- und Tourismusminister Claus Ruhe Madsen auf die Insel und stellte sich auf einer Podiumsdiskussion den Syltern vor. Die Veranstaltung, in der es auch ums Beherbergungskonzept ging, schlug hohe Wellen. Seither steht „Merret“ in gutem Kontakt zum Ministerium.

🧜‍1a Entwicklung

Nicht zuletzt als Resultat aus der Podiumsdiskussion oben wird „Merret reicht’s“ über die Inselgrenzen hinaus im dritten Jahr nicht länger als „nervige und anstrengende Protestbewegung“ erlebt, sondern als die Kraft, die beharrlich alles daran setzt, Sylt vor Seelenlosigkeit und zerstörerischem Strukturwandel zu bewahren. Der Respekt vor unserer Arbeit, die Anerkennung und Vernetzung außerhalb Sylts ist 2022 exponentiell gewachsen.

🧜‍„Merret“ wird gehört

 „Merret“ hat offensichtlich Eindruck beim Minister hinterlassen. Daher wurden wir im Dezember zur Fachtagung „Tourismus im Einklang mit den Einheimischen“ eingeladen. Dies ist eine Anerkennung für unsere konstruktive, beständige Bürgernetzwerkarbeit. Und die Wahrnehmung der Dringlichkeit der von uns angesprochenen Themen.

🧜‍Westküsten-Aktivisten entwickeln Themen-Flyer

Mit vier weiteren Bürgerinitiativen (Sylt, Föhr, Amrum, Sankt Peter-Ording, Büsum) haben wir dem Wirtschaftsministerium zu den zehn Handlungsfeldern des Schleswig-Holsteinischen Tourismuskonzepts 2030 die aus unserer Sicht fehlenden Standpunkte übergeben. Denn zur Entwicklung eines nachhaltigen und zukunftsfähigen Tourismus im Land gehören die Einwohner und damit das Bewusstsein, dass jede Destination in erster Linie ein Lebensraum der dortigen Bevölkerung ist, der wirtschaftlich genutzt aber nicht ausgebeutet werden darf. Wir müssen gemeinsam aus Fehlern der Vergangenheit lernen und neue Wege gegen.

🧜‍Richtungsweisender Erfolg 2022

Das erfolgreiche Bürgerbegehren in Sachen „Hörnum Nord“ hat verhindert, dass der Bürgermeister gegen den Willen der Mehrzahl der Hörnumer ein gigantisches Bauprojekt am Ortseingang durchdrücken konnte. 

🧜‍Fleißarbeit des Jahres

Sylts erste vollständige Baustellenkarte. In einer beispiellosen Aktion haben die „Merrets“ für jeden Inselort die aktuellen Baustellen ermittelt und kamen für das Jahr 2022 auf die sagenhafte Zahl von 396 Baustellen  – auf einer Insel mit nur 99 Quadratmetern. Eine vergleichbare Statistik hat es für die Insel Sylt noch nie gegeben. Das Ergebnis wurde auf einem Riesenbanner visualisiert, das wir jederzeit überall ausrollen können.

🧜‍Rohrkrepierer

Auf ca. 20 Din-A-4-Seiten haben „Merrets“-Fachfrauen Vorschläge für die Verbesserung und Verschönerung der Westerländer City geliefert. Das Land hatte hierfür nach der Corona-Krise eigens einen Fond aufgelegt. Nahezu jede Gemeinde, die einen schlüssigen Antrag stellte, erhielt Fördergelder in nennenswerter Höhe. Doch in der Gemeinde Sylt wurde man sich nicht einig, auch die Sylter Unternehmer versagten, obwohl „Merrets“ Vorschläge ausgearbeitet vorlagen. Sylt verpasste die Antragsfrist. Ergebnis: null Euro vom Land für Westerland.

🧜‍Größte Enttäuschung

Die Verhinderung eines Bürgerrats für die Gemeinde Sylt durch die Kommunalpolitik. Merret hatte die bundesweite Initiative „LOSLAND“ nach Sylt vermittelt. Bundesweit wurden nur zehn Gemeinden mit Finanzen und Knowhow ausgestattet, um das Konzept der direkten Demokratie – auch von der Presse begleitet – im Modellversuch umzusetzen. Sylt hätte dabei sein und sich als leuchtendes Beispiel moderner Problemlösung präsentieren können. „Brauchen wir nicht. Wir haben Ortsbeiräte“, war vom hohen Ross der Kommunalpolitik zu hören. Peinlich und enttäuschend. Und weil aus unserer Sicht immer noch zu wenig konsens- und lösungsorientiert entschieden wird, bleiben wir am Thema dran.

🧜‍Netzwerken über Landesgrenzen

Merrets Anwesenheit auf der Insel- und Halligkonferenz auf Rügen wurde mit einer gewissen Verwunderung unter den Fachleuten aufgenommen, aber die Teilnahme der interessierten Bevölkerung an richtungsweisenden Entscheidungen die den Tourismus betreffen, hat für eine Sensiblilisierung gesorgt und diente der weiteren Vernetzung. Am Rande der Veranstaltung sprachen wir mit Rügener Bürgerinitiativen.

Was wünschen wir uns fürs neue Jahr?

✅ Das Beherbergungskonzept muss endlich beschlossen werden. 

✅ Das Amtsmodell muss vom Tisch. 

✅ Bürgerbeteiligung auf Augenhöhe/ Bürgerrat als Experiment

✅eine Kommunalwahl, deren Wahlergebnis die Unzufriedenheit der Sylter mit der

Gegenwart als Ergebnis falscher Politik der Vergangenheit klar abbildet- und neue

Mehrheitsverhältnisse schafft.

✅ insulares, politisches Bewusstsein und Handeln in Planungsfragen, BHK für alle Gemeinden!

Merret trägt Forderungen an die Fachhochschule Westküste

 „Tourismus im Einklang mit den Einheimischen“

hieß die Fachtagung, zu der das Wirtschaftsministerium Schleswig-Holstein unter der Schirmherrschaft von Minister Madsen Anfang Dezember geladen hatte und die gemeinsam mit der Fachhochschule Westküste veranstaltet wurde.

Die Landesregierung in Kiel scheint unsere Anliegen zunehmend ernst zu nehmen, denn MERRET war eingeladen worden!

Der Vortrag unserer „Frontfrau“ Birte Wieda war beeindruckend, denn sie ließ die letzten 60 Jahre auf Sylt „mal so eben“ Revue passieren.

„Wenn Sylt endgültig im Overtourismus versinkt, dann hat es nicht an uns gelegen“, formulierte sie und betonte,“ wir Einheimischen sind nicht das Problem, wir sind die Lösung für einen zukunftsfähigen Tourismus.“

Birte Wieda und andere Vertreter:innen des Sylter Bürgernetzwerkes „Merret reicht’s“, waren gemeinsam zur  der Fachtagung „Tourismus im Einklang mit den Einheimischen“ angereist, die u.a. von der Fachhochschule Westküste organisiert worden war.

 „Bürgerinitiativen verstehen und gemeinsame Chancen sehen“ 

war der Titel des Vortrags, in dem Wieda munter aber eindringlich sechzig Jahre Bürgerinitiativgeschichte auf Sylt skizzierte. Hinzu kam ein Handout, mit dem das Bürgernetzwerk alles daransetzte, um eindeutig klarzumachen: „So geht es auf Sylt und in vielen anderen Destinationen im Norden mit der Art, wie touristische Entwicklung stattfindet, nicht weiter. Kurswechsel und in Zukunft Dialog auf Augenhöhe mit den Einwohnern, jetzt!“

Der Begriff „Versylterung“ war als Schlagwort für negativen, touristischen Strukturwandel auf der Tagung der FH Westküste in Heide leider oft präsent, aber von Sylt selber war bei dem hochkarätigen Event kein Touristiker zugegen.

Das Wirtschaftsministerium hatte die „Merrets“ als Initiatoren einer neuen, konstruktiven „Verweigerungskultur im Tourismus“ als Vortragende eingeladen. Wirtschafts- und Tourismusminister Claus Ruhe Madsen selbst stellte das Bürgernetzwerk durch die eindringliche Beschreibung seines Besuches auf Sylt in seiner Begrüßungsrede vor, war allerdings nur kurz und rein repräsentativ, in seiner Funktion als Schirmherr, vor Ort. 

Noch kann man leicht den Eindruck gewinnen, dass wirkliche Veränderung für den wichtigen Wirtschaftsfaktor Tourismus von Seiten des Landes gar nicht erwünscht ist. Frei nach dem Motto: „Ja, wir hören die Proteste der Einheimischen und deshalb müssen wir prüfen, wie wir die Tourismusakzeptanz wieder erhöhen.“

Doch sowohl der Deutsche Tourismusverband als auch das Deutsche Institut für Tourismusforschung FH Westküste räumten ein, dass man zu lange mit einseitigem Focus auf den Gast, ungeachtet der Bedürfnisse der einheimischen Bevölkerung, das Destinationsmanagement betrieben habe. 

Dass es ohne einen grundsätzlichen Kurswechsel aber nicht mehr geht, machte Birte Wieda mit ihrem Vortrag unmissverständlich deutlich. Sie leitete ihre Forderung nach mehr Bürgerbeteiligung und Wandel mit einem Zitat aus dem Jahre 1996 ein – formuliert vor 26 Jahren von der Initiative „Rettet Sylt“ von Klara Enss:

Wenn wir Sylt retten wollen, bleibt uns nichts anderes übrig, als Abschied zu nehmen von der Maßlosigkeit der letzten dreißig Jahre!“ hieß es schon damals. 

Dass die Maßlosigkeit danach noch an Dynamik gewann, statt dass ihr politisch Einhalt geboten wurde, belegte Birte Wieda mit Beispielen, Zahlen und den Schlussfolgerungen aus dem aktuellen Beherbergungsgutachten vom Mai 2022, auf dessen Umsetzung sie eindringlich pochte. Unterstützt wurde sie von Claudine Nierth, Bundesvorstandssprecherin des bundesweit arbeitenden Vereins Mehr Demokratie e.V., die sich ebenfalls für mehr Bürgerbeteiligung im Tourismus ausspricht und das Verfahren des Bürgerrates kurz erläuterte. 

„Wir haben es hier mit einem handfesten neuen Format zu tun, das es schafft Polarisierung aufzuheben, Konfrontationen zu beenden und den lösungsorientieren Austausch untereinander zu befördern. Es geht um Akzeptanzbeschaffung und um das Ringen um die beste Lösung.“     

Tourismus konsequent neu zu denken, heißt das Ziel.  Die „Merrets“ kamen nicht nur mit Forderungen, sondern mit einem Maßnahmenkatalog. Die „Westküstenallianz“, der Zusammenschluss von fünf Bürgerinitiativen der Region (Sylt, Föhr, Amrum, Sankt Peter-Ording, Büsum) hatte gemeinsam ergänzende Standpunkte zur aktuellen „Tourismusstrategie SH 2030“ entwickelt und formuliert, die als Flyer auf der Tagung an alle Teilnehmer:innen und auch an den Minister ausgehändigt wurden und hier zum download zu finden ist: Flyer Seite 1,      Flyer Seite 2.

Die Botschaft von „Merret reicht´s-Aus Liebe zu Sylt“ auf der Fachtagung blieb nicht ungehört. Der zweite positive Effekt: die weitere Vernetzung mit Experten: „Uns hat der Kurdirektor von Norderney beeindruckt, der ein Lebensraumkonzept zusammen mit den Bürger:innen verwirklicht, weil die Politik sich zunächst verweigerte. Bürgerbeteiligung ist der Weg, um veralteten Strukturen etwas entgegenzusetzen“, meint Birte Wieda resümierend. 

Ein weiteres Resümee: die Bretter, die auf Sylt noch zu bohren sind, sind ziemlich dick  😉

Student*innen aus München treffen „Merret reicht’s“

Neues Denken für Sylt!
Wie wird unsere Insel wieder zum besseren Lebensraum ?

Tourismus-Professor Dr. Markus Pillmayer von der Hochschule München University of Applied Sciences und Birte Wieda stehen schon länger im Austausch über Themen wie „Overcrowding“, und wie man aus Sylt wieder einen intakten Lebensraum für Einheimische machen kann. (Foto: v.L.:Prof. Dr. Markus Pillmayer, Lilian Gnann, Anna Antunovic, Birte Wieda und Holger Bünte).

Schon 2020 war das Bürgernetzwerk von der Fakultät Tourismus zu einer Podiumsdiskussion eingeladen worden. Nun war Pillmayer mit einer Gruppe Student*innen auf Einladung der Sylt Marketing zu Gast, um das Thema „Fachkräftesicherung und Servicequalität auf Sylt“ im Rahmen eines Studienprojektes anzugehen.
Wissenschaftler Pillmayer beschäftigt sich mit „Destinationsmanagement“, d.h. im weitesten Sinne der touristischen Vermarktung von Reisezielen. Sein Augenmerk liegt aber interessanterweise in der Frage „welche Fehler werden gemacht?“ und welche strukturellen Folgen hat es, wenn dieses „Management“, mangelhaft ist? Seine Untersuchungen -insbesondere im bayerischen Raum- zeigen, welche wichtige Rolle die Bevölkerung vor Ort in den stark frequentierten Urlaubsorten spielt.

Um nun den Mikrokosmos Sylt besser zu verstehen, trafen sich die Student*innen zum Dialog mit Einheimischen aus verschiedenen Fachrichtungen. Intensiv ausgetauscht haben sich die angehenden Touristiker*innen auch mit Birte Wieda, Christiane Taprogge-Langer und Holger Bünte von „Merret reicht’s-Aus Liebe zu Sylt“.

Die Bedürfnisse der Sylter*innen und das Verhältnis von ansässiger Bevölkerung, Zweitwohnungsbesitzern und Gästen standen im Fokus des Gesprächs. Das Bürgernetzwerk konnte die Studentinnen dafür sensibilisieren, dass der Ausverkauf der Insel schon weit vorangeschritten ist. Das große und schnelle Immobilien- und Investmentgeschäft auf Sylt sorgte in den letzten Jahrzehnten zwar für wachsende Wohnraumnot, offene Arbeitsstellen, die nicht besetzt werden können und einen Bruch in den Sozialstrukturen – das alles sind die Auswüchse einer kaum reflektierten, nicht nachhaltigen Entwicklung eines touristischen Standorts. Aktuell droht, dass diese Entwicklung auch weiterhin fortgesetzt und in die nahe Zukunft transportiert wird.

Ein neues Denken und Handeln ist gefragt, um auf Sylt gesunde und stützende Bevölkerungs-strukturen zu bewahren, oder Voraussetzungen zu schaffen, diese wieder auszubilden.

Auch Fachkräfte, so ist das Bürgernetzwerk überzeugt, bindet man nachhaltig nur, indem sie vor Ort einen attraktiven Lebensraum vorfinden, in den sie sich sozial einbringen und ein Zuhause finden können. Ein Gleichgewicht zurückzugewinnen, um die touristische Bewirtschaftung der Insel weiterhin durch eine intakte Einwohnerschaft zu bewerkstelligen, ist nun tatsächlich die größte Herausforderung für die Zukunft geworden.

Dieser Meinung war auch der Wissenschaftler Pillmayer und wies in der Begegnung darauf hin, dass die nötigen Parameter für einen Wandel schon lange zur Verfügung stehen. Mit der „Gemeinwohlbilanz“, nach der sich auch große Destinationen wie das UNESCO-Welterbe Regensburg haben zertifizieren lassen und der „carryingcapacity“, die klare Parameter zur Tragfähigkeit von Tourismus in einer Region liefert, stünden die Tools bereit. Dieses Wissen und Denken in die Politik einzubringen und in Handlungsstrukturen umzusetzen, ist die Heraus-forderung des Moments. „Denn es ist die Politik, die die Rahmenbedingungen setzt und für ihr Handeln Verantwortung übernehmen muss.“, so Pillmayer.

Das Bürgernetzwerk bedankt sich für das zugewandte Interesse und offene Gespräch, den fließenden Dialog und die guten Gedanken! Die Fragen, die sich auftun, lauten: Was käme bei einer Gemeinwohlbilanzierung für Sylt heraus? Wer berücksichtigt in Zukunft die touristische Tragfähigkeit unserer Insel? Welche Kommunalpolitiker können wir im Mai 2023 wählen, um das neue Denken und Handeln für Sylt zu erleben? Ist das Beherbergungskonzept der Gemeinde Sylt schon ein guter Anfang? Oder ist das alles moderner Quatsch?

Merret freut’s: Zeitenwende auf Sylt

Es gibt Momente, die verdienen mehr als ein kurzes Innehalten. Für das Bürgernetzwerk Sylt war ein solcher Moment die Bauausschusssitzung am Montag, um 20.20 Uhr im Kongresszentrum. Der Augenblick, als das Gremium ohne Gegenstimme oder Enthaltung der Beschlussvorlage zum Beherbergungskonzept für die Gemeinde Sylt zustimmte. „Das ist der erste und entscheidende Schritt für eine lebendige, liebens- und lebenswerte Zukunft auf Sylt. Dieses einstimmige Votum hat Kraft und ist die Grundlage für alles weitere. Die Politik hat fraktionsübergreifend die Dringlichkeit unseres Anliegens erkannt. Der Kreis und das Land unterstützen den Sylter Kurswechsel. Wir sind auf dem richtigen Weg und können mit unserem Vorgehen vielleicht sogar eine Vorreiterrolle für die touristische Entwicklung in der Region und in ganz Schleswig-Holstein wahrnehmen“, resümiert Birte Wieda stellvertretend für alle Mitstreiter*innen des Bürgernetzwerkes „Merret reicht’s-Aus Liebe zu Sylt“.

Merret möchte heute allen Bauausschussmitgliedern für dieses eindeutige, positive Votum danken, der Verwaltung für die Vorarbeit und der Freude darüber Ausdruck verleihen, wie viele Bürger*innen dem historischen Moment beigewohnt haben. 

Jetzt heißt es für die Merrets, für alle Sylter Bürger*innen und vor allem für die gewählten politischen Vertreter*innen dran zu bleiben!

Doch die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Gemeindevertretung der Gemeinde Sylt abschliessend im Oktober für das Beherbergungskonzept stimmt und auch die vier Amtsgemeinden entsprechend entscheiden, ist seit Montagabend nach oben geschnellt. Wenn es auf den unterschiedlichsten Ebenen auch noch viel zu tun gibt, damit das Konzept greifen kann, könnte die Voraussetzung dafür, weitere touristische Bebauung zu stoppen, die künftige Umnutzung von Dauerwohnraum zu verhindern und für die Kontrolle der Nutzung von Immobilien zu sorgen, aus heutiger Perspektive gar nicht besser sein.

Begeistert ist das Netzwerk darüber, dass Kreisbauamtsleiter Burghard Jansen am Montag anwesend war und die Aussagen, Zahlen, Fakten und vorgeschlagenen Maßnahmen des Gutachtens in allen Bereichen unterstützte. Er versicherte, dass das Ausmaß der Fehlentwicklung niemanden erstaunen werde, denn es sei täglich auf Sylt erlebbar und überfordere Infrastruktur und Gesellschaft. Niemand habe etwas gegen Tourismus oder die Wirtschaftskraft der Insel, aber als Siedlungsgebiet und Lebensraum sei sie definitiv in Gefahr.

Wenn es gelingt, das Beherbergungskonzept inselweit positiv zu bescheiden, erhält es den Status eines „Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes“. Daraus entsteht eine bindende Wirksamkeit für die Verwaltung in ihrer zukünftigen Bearbeitung von Bauanträgen. Jansen betonte, dass niemand durch das Berherbergungskonzept in seinem Recht beschnitten werde, dass aber Unrecht aufgedeckt und rückgeführt werden könnte. Für Konflikte werde es städtebauliche Lösungen geben.

„Konflikte und Steine auf dem Weg der Umsetzung des Beherbergungskonzeptes sind wohl unvermeidbar. Aber die Insel ist wieder auf Kurs und kann eine historische Chance wahrnehmen“, meint Birte Wieda am „Tag danach“.

Liegt im Ruhe die Kraft um Sylt aus der Misere zu holen?

Eigentlich reichen fünf Worte: ES WAR EIN GROSSARTIGER ABEND

Hier geht es zur abendlichen TV Produktion von Sylt1 TV:

https://youtu.be/8sdFKt6Dfrs

Der Wirtschaftsminister des Landes Schleswig-Holstein Claus Ruhe Madsen kam nach eigenem Bekunden als „Grillgut“ auf die Insel.  Doch die Insulaner hatten offenbar nicht den Willen, den Minister zu grillen. Vielmehr setzten sich einige Spasseinlagen, wie diese, sowohl von ministerieller Seite, als auch von Seiten der Moderatorin eine Zeitlang fort, sodass sich eher eine launige Atmosphäre à la 3Nach9-Talkshow , statt einer scharfen Podiumsdiskussion entwickelte. Natürlich ging Moderatorin Susanne Matthiesen auch gleich zum „Du“ gegenüber dem Minister über:“Dänen lassen sich gern duzen“, meinte sie und der Minister C.Ruhe nickte.
Bemerkenswert seine mit einem Augenzwinkern versehene Aussage: „Wenn ihr eine Königin hättet, wie wir Dänen, hättet ihr wohl nicht diese Probleme“.

Es wurde gelacht, sogar gesungen, gestritten, diskutiert und viel zugehört. Auf der Bühne des Friesensaals hatten wir eine tiefenentspannt-fröhliche Moderatorin, einen ähnlich entspannten Minister, eine erstklassig argumentierende Merret Vertreterin, einen beschlagenen Herrn Mantik und ein erfahrenes Mitglied des politisch-wirtschaftlichen Establishments der Insel. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an

Susanne Matthiesen, Claus R. Madsen, Birte Wieda, Uwe Mantik und Dirk Erdmann

Der grösste Erfolg des Abends war wohl, dass es gelang, überhaupt so viele Sylter (der Friesensaal war mit knapp 250 Gäste proppenvoll) unterschiedlichster Couleur zusammenzuholen, um über die Zukunft Sylts zu reden.

Und wenn auch vieles offenblieb, eines ist nach diesem Abend klar: Das sogenannte Beherbergungskonzept, das Nein zu weiteren Ferienwohnungen, muss kommen. Wenn die Politik der Gemeinde Sylt (die nur den Anfang machen kann) hier ihren Worten keine konsequente Handlung folgen lässt, wird unser „System Sylt“ an die Wand gefahren.
Man darf gespannt sein!

Leider hatte unser Minister keine ernsthaften Gaben aus Kiel für die Sylter im Gepäck. Nun hoffen wir, dass sich in Kürze weitere Gespräche zwischen Merret und Minister aus dieser Diskussion ergeben werden, die zu konkreten Lösungen führen.

Schon am 12. September können wir uns an selber Stelle überraschen lassen. Dies hier ist eine herzliche Einladung zur 9. Sitzung des Bau- und Planungsausschusses um 19:00 Uhr im Friesensaal Keitum , Am Tipkenhoog 14

wir freuen uns auf ein Wiedersehen!

Auf ganz bald

Eure MERRET

Veranstaltung am 24.8. im Friesensaal: Wem gehört die Insel?

Bei den MERRETS geht es diesen Sommer Schlag auf Schlag:

Vor ein paar Tagen war das Kulturjournal vom NDR auf Sylt, um uns zu interviewen, hier geht es zur Sendung vom 15.8.

Ansonsten laufen wir uns warm für unseren grossen Event im Friesensaal:
WEM GEHÖRT DIE INSEL- mit unserem neuen SH-Wirtschaftsminister  Claus Madsen. Die SR berichtet bereits im Vorfeld:Link zum Artikel

 

Wir brauchen dringend neue Lösungen. Und um neue Wege zu bestreiten, muss man miteinander reden. Robert Habeck hatte leider keine Zeit, aber unser neuer Wirtschaftsminister in Schleswig Holstein, Claus R. Madsen kommt am 24.8. in den Friesensaal!

Dazu Uwe Mantik, ein Experte der Stadtentwicklung, der eine Art „Masterplan“ für Sylt entwickelt hat und uns ermutigt, alte Wege zu verlassen.
Dirk Erdmann ist ein Experte in Sachen Kommunalpolitik und außerdem Vorsitzender der DEHOGA. Für MERRET auf der Bühne ist Birte Wieda. Die Moderation übernimmt Susanne Matthiesen.

Wir freuen uns auf den Abend und fürchten, dass die Tickets nicht reichen. Das macht aber nichts: Sylt1  TV wird den Abend aufzeichnen und übertragen.

Medien machen Merret´s Meinung Mainstream-tauglich

Es ist Sommer. Die Temperaturen lassen zwar manchmal an Herbst denken, aber ansonsten ist es durchaus hitzig auf der Insel. In den Debatten, in der Stimmung, in der Presselandschaft.

Wie jedes Jahr schickten die großen Redaktionen ihre MitarbeiterInnen zur Recherche nach Sylt. Aber 2022 scheint ein Wendepunkt zu sein. Anstelle von Sonne, Strand, Promis und Partys – Lindners Hochzeit mal ausgenommen-  wecken in diesem Jahr Themen wie Overtourismus, Wohnungsnot und die Lebenswelten der Einheimischen das Interesse. Das liegt u.a. an der großen Medienresonanz zur Veröffentlichung eines Beherbergungskonzeptes, das die Gemeinde Sylt in Auftrag gab. Dem ersten und einzigen Masterplan für die Zukunft, wünschenswert für die gesamte Insel. Die Redakteure sprechen kaum mit den Sylter Politikern, aber alle treffen sich mit Mitgliedern aus dem Bürgernetzwerk „Merret reicht´s – Aus Liebe zu Sylt“,  als wenn sie in der Lage wären, die vielfältigen Probleme dieser Insel zu lösen. 

Gestern erschien die ZEIT und hier darf man lesen:

»Man wünscht sich einen intakten Lebensraum, in dem der Tourismus den Einheimischen ein gutes Auskommen bietet, und einen Alltag, der zu bewältigen ist« 

Birte Wieda in der – ZEIT –

Link zum Artikel

Auch der Stern schaut kritisch auf die Insel:

 „Wir erlebengerade, dass Sylt nicht nur eine Plattform sein kann für Tourismus. Die Insel sollte auch eine eigene glückliche, nicht ausgebeutete Bevölkerung haben. Und diese Bevölkerung sollte eine kulturelle Einheit bilden. Wenn man ohne die Bevölkerung klarkommen möchte, könnte man auch einfach eine künstliche Plattform ins Meer stellen mit Palmen und Strand und super Restaurants drauf. Aber so funktioniert das nicht.“                                                            Karen Wilthsire im  -STERN-

Link zum  Artikel

Und der Redakteur des Spiegels hat wochenlang auf der Insel recherchiert und u.a. mit Silke v. Bremen gesprochen:

„… Man sei mit den Strukturen der Insel kaum in der Lage, die Probleme zu lösen, … »Wir brauchen einen Wandel,der mehr Bürgerbeteiligung ermöglicht.«Sie kritisiert die »deutliche Verflechtung vonWirtschaft und Politik«, ein Old-Boy-Network.»Viele plündern munter unser Sylter Sparbuch,Forderungen wie Gemeinwohl kommtin deren Kosmos gar nicht vor.« Die Folgenfür die demokratischen Strukturen auf derInsel seien fatal, weil es bald gar nicht mehrgenügend Insulaner für das Ehrenamt und politisches Engagement geben werde.“           Silke von Bremen im -SPIEGEL-   

       Link zum Artikel

Fernsehberichte folgten:

„Es geht darum, dass wir die Sozialstrukturen erhalten können, damit wir auch die Stellen besetzen können – in den Schulen, Kitas-  die nötig sind, die da sind die aber nicht besetzt werden. Das ist leider so, das bröckelt alles weg.“

                                                                                                                                            Holger Bünte -Sat1-  

Hier der gesamte Beitrag (4 Minuten)

„Merret reicht´s“ ist kein kleines Bürgernetzwerk mehr, die beharrlichen Forderungen dringen langsam durch. 

Aber damit wir nicht in der Fülle der unbewohnten und unerschwinglich gewordenen Luxusimmobilien ersticken, muss sich etwas ändern und dazu gehört das Beherbergungskonzept. Der Masterplan muss auf den Weg gebracht werden. Man möchte den Politkern zurufen: „Fangt endlich an, die Probleme zu lösen. Es eilt.“ Dazu gehört allerdings Mut. Nach der Veröffentlichung im Mai ist die ist Entscheidung auf September verschoben worden. Vertagen, verschieben, verzögern, taktieren, das ist das Muster, mit dem die politischen Mehrheiten seit Jahren arbeiten. Hoffen wir, dass sich das ändert! 

Dazu eine wichtige Merretveranstaltung am 24. August, in Kürze kann man sich dafür anmelden (begrenzte Plätze!). Termin unbedingt vormerken!